Hoffnungsträger trauern um Ruth Merckle - Hoffnungsträger

Hoffnungsträger trauern um Ruth Merckle

Stiftung
trauert um
Ruth Merckle

Ruth Merckle (Dritte von rechts) gehörte seit 2013 dem Stiftungsrat an.

Die Hoffnungsträger Stiftung trauert um ihr Stiftungsratsmitglied Ruth Merckle. Die engagierte Unternehmerin ist am 30. April im Alter von 81 Jahren gestorben. Am 7. Mai fand ihr zu Ehren ein Trauer- und Gedenkgottesdienst im Ulmer Münster statt. Anschließend wurde sie auf dem Friedhof in Blaubeuren beigesetzt. Ruth Merckle gehörte dem Gremium von der Gründung der Stiftung am 22. Mai 2013 bis zu ihrem Tod an. Sie und die Gesellschafter der Merckle-Gruppe waren es auch, die den Stifter Tobias Merckle ermutigt haben, die Hoffnungsträger Stiftung ins Leben zu rufen.

Zeitlebens kümmerte sich Ruth Merckle um ihre Familie und engagierte sich daneben in den Bereichen Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Unternehmerin war sie bei Merckle/ratiopharm für Unternehmenskultur, Architektur und soziale Belange zuständig. Von 1974 bis 2002 fungierte sie als Geschäftsführerin des Pharma-Unternehmens. Dabei war sie ihrer Zeit weit voraus. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit einhergehende familienfreundliche Teilzeit- und Heimarbeitsplätze zählten zu ihren zentralen Anliegen. In den Ferien schuf sie Angebote zur Betreuung von Kindern der Mitarbeiter, später trieb sie die Gründung eines Betriebskindergartens voran. Auszubildende konnten bei einem Klosteraufenthalt im Kloster Volkenroda, bei einem einwöchigen Kurs beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) oder in einer Berghütte Teamerfahrungen sammeln und in einer „Juniorfirma“ Selbstständigkeit und Betriebsabläufe erlernen.

Ruth Merckle führte eine Frauenbeauftragte ein, die sich zunächst um die Belange der Mitarbeiterinnen, später als „Treffpunkt Mensch“ um die Anliegen aller Mitarbeiter kümmerte. Kunst am Arbeitsplatz war eine weitere Passion, mit der sie das Umfeld der Mitarbeiter verschönerte.

Neben ihrer unternehmerischen Tätigkeit kamen auch Ehrenämter nicht zu kurz. In Blaubeuren-Weiler gründete sie den Kindergarten. Zudem war sie 15 Jahre Elternsprecherin und später Gesamtelternsprecherin aller Blaubeurer Schulen sowie 31 Jahre lang Mitglied im Kirchengemeinderat. Darüber hinaus gehörte sie sieben Jahre zum Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands, dem höchsten Gremium der Kirche. Acht Jahre saß die Blaubeurer Ehrenbürgerin im Vorstand des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer. Mehrere Jahre war sie aktives Mitglied der Hospiz-Gruppe in Blaubeuren.

Vom christlichen Glauben geprägt, wollte sie Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen. Ihr Lebensmotto aus dem Petrusbrief: „Dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat!“, füllte sie mit Leben.

Impulsen von Ruth Merckle und Kapital der Unternehmerfamilie Merckle ist es zu verdanken, dass die Hoffnungsträger Stiftung ins Leben gerufen worden ist. Die Stiftung ist in Dankbarkeit an Ruth und Adolf Merckle entstanden, die verantwortungsbewusstes Unternehmertum gelebt haben und dabei immer auch die Belange ihrer Mitarbeiter und der Gesellschaft im Blick hatten.

Die Hoffnungsträger Stiftung ist Ruth Merckle dankbar für ihr Engagement und wird sie als starke, herzliche, großzügige und gläubige Frau in Erinnerung behalten und ihr stets ein ehrendes Gedenken bewahren.