GUTE NACHBARSCHAFT.

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Hoffnungshäuser

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Am Samstag, den 8. Oktober 2022, wurden in Nagold zwei weitere Hoffnungshäuser offiziell eröffnet. Nicht nur das Wetter, vor allem die Stimmung war hervorragend:

Die Eröffnungsfeier vermittelte eine Vorstellung davon, wie gut und harmonisch das Miteinander im Hasenbrunnen bereits ist und künftig sein wird. Hubert Kogel war mit dabei und schildert seine Eindrücke.

Es soll ein Ort werden, an dem jungen Familien der Traum vom eigenen Haus ermöglicht wird. Und gleichzeitig ein Ort, an dem Mietwohnungen entstehen, die bezahlbar sind. Jürgen Großmann, Oberbürgermeister der Stadt Nagold, steht vorne am Mikrofon und erklärt den mehr als 200 Gästen die Motivation der Stadt Nagold, im Neubaugebiet Hasenbrunnen weitere Bauplätze anzubieten. Und warum die beiden Hoffnungshäuser, die heute offiziell eröffnet werden, so gut dorthin passen.

Jürgen Großmann lobt das Miteinander im Hasenbrunnen, spricht von der guten Nachbarschaft im Neubaugebiet. Und bezeichnet die Hoffnungshäuser als ein mutmachendes Beispiel für diese gute Nachbarschaft. In den insgesamt 17 Mietwohnungen wohnen geflüchtete und einheimische Menschen gemeinsam unter einem Dach. Nicht isoliert und sich selbst überlassen, sondern in einer sinnvollen sozialen Mischung und einer nach innen und außen aktiven Hausgemeinschaft.

So sind bei der Eröffnungsfeier auch eine ganze Reihe von Menschen mit dabei, die in unmittelbarer Nähe wohnen oder momentan dabei sind, im Hasenbrunnen ihr Eigenheim zu bauen. Außerdem sind etliche Bürgerinnen und Bürger aus Nagold hier, die sich für die integrative Arbeit der Hoffnungsträger interessieren oder dabei künftig ehrenamtlich mitarbeiten wollen. Und selbstverständlich auch diejenigen, die bereits in einem der beiden Hoffnungshäuser leben.

Marcus Witzke, Vorstand der Hoffnungsträger, begrüßt die anwesenden Gäste, alle Nachbarinnen und Nachbarn und speziell die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Hoffnungshäuser. Er betont, dass in Nagold auch einige ukrainische Geflüchtete leben, und berichtet von umfangreichen Hilfsmaßnahmen der Hoffnungsträger in der Ukraine, in Rumänien und Moldawien.

Zu diesen Hilfsmaßnahmen gehören u.a. die Evakuierung von Frauen und Kindern aus den Kriegsgebieten sowie die Beherbergung, Verpflegung und medizinische Versorgung von Flüchtenden und Verwundeten. Und dazu gehört auch, dass in den beiden Hoffnungshäusern in Nagold momentan einige geflüchtete Menschen aus der Ukraine leben. Aktuell sind dies 18 von derzeit insgesamt 58 Bewohnerinnen und Bewohnern.

Frank Hofmeister, Geschäftsführer der gleichnamigen Möbelhäuser, ist ebenfalls zur Eröffnungsfeier gekommen und überreicht an Marcus Witzke einen symbolischen Scheck über 60.000 Euro. Mit dieser Spende will der Marktführer im Großraum Stuttgart die weitere integrative Arbeit in den Hoffnungshäusern sowohl in Nagold als auch an anderen Standorten der Hoffnungsträger unterstützen.

Marcus Witzke bedankt sich herzlich für die großzügige Spende und betont, dass wie an den meisten anderen Standorten der Hoffnungsträger auch die Wohnungen der Hoffnungshäuser in Nagold mit hochwertigen Einbauküchen von Hofmeister ausgestattet sind. Darüber hinaus hat das seit 130 Jahren bestehende Familienunternehmen bereits zahlreiche Projekte der Hoffnungsträger mit einer Spende unterstützt.

Den Besucherinnen und Besuchern wird ein buntes Programm geboten: Mit Zeit für Begegnungen, für eine Besichtigung der Häuser, Wohnungen und Gemeinschaftsräume. Und nicht zuletzt: Zeit für Kaffee und Kuchen, erfrischende Getränke und internationale Snacks. Und Zeit auch für ganz hervorragende Spezialitäten aus der Ukraine.

Die Kinder und Jugendlichen nutzen die Möglichkeit, sich beim „Menschenkicker“ oder in der Hüpfburg auszutoben. Oder am Kran, selbstverständlich mit einem Seil gesichert, einen Turm aus leeren Getränkekisten zu bauen und daran hochzuklettern. Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft und aus den Hoffnungshäusern. Auch und gerade an ihnen kann man sehen, wie Integration gelingt: Nicht durch ein Nebeneinanderher, sondern durch das Miteinander. Nicht nur in Nagold und im Hasenbrunnen, sondern überall da, wo es Hoffnungshäuser gibt.

Weitere Impressionen von der Eröffnungsfeier findest du hier:

Jede Menge Applaus: Die von ukrainischen und einheimischen Bewohnerinnen und Bewohnern gegründete Band.
Auch was die Band angeht: Die Eröffnungsfeier war der Start in eine schöne Zeit, in der man gemeinsam unterwegs ist.
Glaube. Hoffnung. Liebe: Angelika Röhm überreicht zwei Schilder, die im Eingangsbereich der Häuser hängen werden.
Stellvertretend für alle: Sebastian Müller (andOFFICE) überreicht ein Präsent an Eva und Christoph Hartmann (Standortleitung).
Humorvolles und gleichzeitig sehr herzliches Grußwort: Pfarrer Tobias Geiger, Codekan des Kirchenbezirks Calw-Nagold.

Sprachförderung multiplizieren.

Fünf Jahre Hoffnungshaus Leonberg.

„Nach fünf Jahren fühle ich mich wieder als Mensch.”