Grundsteinlegung in Schwäbisch Gmünd - Hoffnungsträger

Grundstein für Hoffnungshäuser in Schwäbisch Gmünd gelegt

Der Grundstein
ist gelegt

Die Zeitkapseln werden einbetoniert. – © Jeroma
Oberbürgermeister Richard Arnold (vorne links) packt kräftig an. – © Jeroma
Die Gäste bei der Grundsteinlegung. – © Röhm

In Schwäbisch Gmünd hat am 23. Mai die Grundsteinlegung für die Hoffnungshäuser und das betreute Wohnen stattgefunden. Auf dem ehemaligen Gelände des Pallottiner-Ordens in der Taubentalstraße entstehen durch die Initiative der Hoffnungsträger Stiftung aus Leonberg insgesamt sechs Gebäude, in denen bis zu 140 Personen wohnen können. Mit dabei beim festlichen Akt waren Oberbürgermeister Richard Arnold, Bürgermeister Julius Mihm sowie weitere Vertreter der Stadt und des Gemeinderates, der Hoffnungsträger, des christlichen Gästezentrums Schönblick, des Architekturbüros andOffice, der Holzbauwerke Müllerblaustein sowie einige Nachbarn.

Das Grundstück, auf dem sich die Hoffnungshäuser und das betreute Wohnen befinden, hat eine Fläche von rund 16.400 Quadratmetern. Insgesamt werden vier Hoffnungshäuser gebaut, in denen Einheimische und Flüchtlinge gemeinsam leben. In allen vier Gebäuden zusammen gibt es 28 Wohnungen. Die Hoffnungshäuser werden direkt von Hoffnungsträger geführt.

Die beiden Häuser für das betreute Wohnen sind durch eine Glasfuge miteinander verbunden und besitzen zudem einen Aufzug. 21 Wohnungen stehen dort zur Verfügung. Zur Unterbringung der Fahrzeuge dient eine Tiefgarage. Für den Betrieb des betreuten Wohnens hat Hoffnungsträger den Schönblick als Kooperationspartner gewonnen.

Stiftungsvorstand Marcus Witzke erinnerte bei seiner Rede an einige wichtige Etappen bis zur Grundsteinlegung. „2014 haben wir das Grundstück und die Gebäude erstmals besichtigt. 2016 unterschrieben wir den Kaufvertrag. Im gleichen Jahr hatten wir mehrere intensive Gesprächsrunden mit Nachbarn und Bürgern aus Gmünd. 2017 erfolgten der Abriss und die Bauplanung, 2018 schließlich die Geländemodellierung und heute feiern wir die Grundsteinlegung.“

Ein wenig fühle er sich an das Märchen Dornröschen erinnert. „Was der Orden der Pallottiner einst hier gebaut hatte, war viele Jahre in einen tiefen Schlaf gefallen. Anders als im Märchen wird jedoch nicht das Bestehende reaktiviert, sondern es entsteht etwas vollkommen Neues: ein Quartier, in dem Junge und Ältere, Einheimische und Flüchtlinge, Familien und Alleinstehende miteinander wohnen und leben werden“, betonte Marcus Witzke.

In den nächsten Wochen und Monaten wird das Taubental um 49 Wohnungen reicher. „Wir freuen uns und laden Sie schon jetzt dazu ein, mit uns im nächsten Sommer die neuen Hoffnungshäuser mit uns einzuweihen“, sagte Marcus Witzke zu den Gästen bei der Grundsteinlegung.

Oberbürgermeister Arnold bezeichnete den Bau der Hoffnungshäuser und des betreuten Wohnens als spannendes Projekt. Es unterstütze die Bemühungen der Stadt, Menschen zusammenzubringen und ihnen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit der Hoffnungsträger Stiftung und dem Schönblick“, so das Stadtoberhaupt. Einen besonderen Dank richtete er an die Nachbarn. „Wir stünden heute nicht hier, wenn wir die Vorschläge der Anwohner nicht aufgegriffen und bei der Konzeption berücksichtigt hätten“, hob er hervor.

Bürgermeister Mihm zeigte sich begeistert, dass das Taubental durch die Hoffnungshäuser und das betreute Wohnen zu einem tollen und vielfältigen Viertel mit guter Anbindung an die Innenstadt werde. „Das stellt für Schwäbisch Gmünd einen großen Mehrwert dar“, sagte Mihm.

Ähnlich äußerte sich Heinrich Kaufmann vom Schönblick. „Die Hoffnungshäuser und das betreute Wohnen werden Strahlkraft für Schwäbisch Gmünd und weit darüber hinaus haben. Wir freuen uns, dass wir mit dabei sind“, meinte er.

Im Anschluss schritten alle Beteiligten zur Tat und betonierten zwei Zeitkapseln in ein Fundament im künftigen Eingangsbereich ein. In den Kapseln befanden sich eine Tageszeitung, ein Segensspruch sowie Bilder und Informationen zu den Gebäuden.

Axel Jeroma