Kind sein in Sambia - Hoffnungsträger

Kind sein in Sambia

Sambia – ein Land reich an Bodenschätzen und wunderschöner Natur. Sambia – leider auch Schauplatz von Armut, mangelnder gesundheitlicher Versorgung und Entbehrungen. Wer in Sambia geboren wird, hat es oft nicht leicht. Noch dramatischer ist die Situation, wenn ein Elternteil im Gefängnis sitzt. Was bedeutet es, in Sambia Kind zu sein? Wir nehmen euch mit auf eine Reise in den Osten Afrikas.

Sambia im östlichen Afrika ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Der Großteil des Landes befindet sich auf einem 1000 Meter hohen Hochplateau, das von unterschiedlichster Landschaft geprägt ist: von Hochebenen mit Busch- und Baumsavanne, urwaldartiger Vegetation, Gebirgszügen und Fluss- und Sumpfgebieten. Die Victoriafälle in Sambia sind Weltnaturerbe und gehören zu den höchsten Wasserfällen der Welt – sie sind doppelt so hoch wie die Niagarafälle. 

Gleichzeitig ist die Bevölkerung Sambias eine der ärmsten der Welt. Jeder dritte Sambier lebt von weniger als zwei US-Dollar am Tag und gilt als arm. Jedes vierte Kind unter fünf Jahren ist unterernährt. Und die Lebenserwartung liegt bei knapp über 50 Jahren (im Vergleich: in Deutschland bei über 80 Jahren). Das liegt an einigen Faktoren, die wir hier erläutern.

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Armut - vor allem auf dem Land

Die Schere zwischen arm und reich ist in Sambia sehr groß. Obwohl das Land politisch recht stabil ist und auch die Wirtschaft seit Jahren kontinuierlich wächst, kämpft das Land mit zahlreichen Herausforderungen, wie Nahrungsmittelunsicherheit, Unterernährung, chronischer Armut und Naturkatastrophen.  

Unvorhersehbare Wetterlagen beeinträchtigen vor allem das Leben für die Landbevölkerung. Ein Großteil der Sambier lebt auf dem Land von Vieh- und Landwirtschaft. Die sehr trockenen und sandigen Böden bereiten meist schlechte Bedingungen für den Anbau von Getreide und Früchten. Am häufigsten werden Mais, Baumwolle, Tabak und Erdnüsse angebaut. Nur in der Regenzeit von März bis September sind die Erträge vom Feld so ergiebig, dass sich eine Farmer-Familie mindestens zwei Mahlzeiten am Tag leisten kann. Das restliche Jahr über reicht es bei vier von fünf Familien nicht einmal dafür.  

Ndola ist die drittgrößte Stadt in Sambia mit einer Bevölkerung von 400.000 Einwohnern.
Viele Einwohner leben in Slums wie diesem hier.

Für die Kinder Sambias bedeutet die existenzielle Abhängigkeit von der Land- und Viehwirtschaft vor allem eins: mit anpacken. Viele Kinder arbeiten, statt zur Schule zu gehen: Sie müssen ihren Eltern im Haushalt und auf dem Feld helfen oder verrichten andere Tätigkeiten, wie etwa den Verkauf an Marktständen, um die Familie finanziell zu unterstützen. Bildung, und auch Spielen und Hobbies, werden völlig vernachlässigt. 

Noch kritischer ist die Situation für Kinder von Gefangenen. Wenn ein Elternteil im Gefängnis ist und der oder die anderen Erziehungsberechtigte damit beschäftigt ist, die Familie zu ernähren, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für das Kind. Es bekommt nicht den nötigen Schutz, die Fürsorge und Betreuung, die angemessen wäre. 

Kinder von Gefangenen im Fokus 

Hoffnungsträger hat sich zum Ziel gesetzt, den Hoffnungslosen Hoffnung zu schenken. Armut ist ein großes Problem in Sambia. Noch kritischer ist die Situation für Kinder von Gefangenen. Wenn ein Elternteil im Gefängnis ist und der oder die anderen Erziehungsberechtigte damit beschäftigt ist, die Familie zu ernähren, besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für das Kind. Es bekommt nicht den nötigen Schutz, die Fürsorge und Betreuung, die angemessen wäre. 

Deshalb unterstützen wir diese marginalisierte Gruppe: Kinder von Gefangenen und deren Familien. Durch eine Patenschaft hilft Hoffnungsträger den Kindern und Familien von Gefangenen, den Herausforderungen des Alltags zu begegnen. Eine Patenschaft ist wie ein Rucksack, durch den die Kinder in den lebenswichtigen Bereichen Bildung, Essen und Medizin werden mit dem Wichtigsten ausgestattet werden. Mit Lebensmittelpaketen wird der Armut und Ernährungsunsicherheit etwas entgegen gesetzt. Kinder müssen genügend essen, um zu wachsen und den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.   

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Ernährung in Sambia – es mangelt am Nötigsten

Um zu frühstücken müssen die meisten Sambier auf dem Land schon früh aufstehen: um 4 oder 5 Uhr morgens. Weil es in vielen Häusern kein fließendes Wasser, geschweige denn Strom gibt, dauert es schon mal bis zu zwei Stunden, bis das Frühstück zubereitet ist. Es muss Wasser geholt und auf der Feuerstelle erwärmt werden. Das Hauptnahrungsmittel ist Mais, woraus Nshima zubereitet wird: eine Art Maisbrei, bestehend aus Maismehl und Wasser. Gegessen wird traditionell mit den Händen aus einem großen Topf, in dem der Maisbrei zubereitet wurde. Das ist oft der Hauptbestandteil jeder Mahlzeit. 

Bei reicheren Familien ist Nshima die Beilage zu Gemüse und Fleisch oder Fisch. Ärmere Familien können sich nur Nshima leisten, Reis ist für sie ein Luxusgut und Fleisch erst recht. In Sambia gehören auch Würmer und Mäuse zum Speiseplan. Diese sehr einseitige Ernährung führt dazu, dass es vielen sambischen Kindern an wichtigen Nährstoffen fehlt, die für ein gesundes Wachstum essenziell sind. Diese Defizite haben gravierende Auswirkungen auf das Immunsystem und sorgen dafür, dass die Kinder anfälliger sind für Krankheiten. Auch in der Schule, sofern sie diese besuchen können, haben die Kinder Schwierigkeiten mit ihrer Konzentration und Leistungsfähigkeit. 

Infinkubala gehört zu den „Spezialitäten“ in Sambia: Ein Gericht mit Mopani Würmern.
Drei Kinder sitzen in Sambia auf dem Boden und essen aus Töpfen
Bis das Essen fertig ist, dauert es mit Wasser holen und Feuer machen oft sehr lange.
Auf dem Markt wird frisches Gemüse verkauft.

Hohe Kindersterblichkeit wegen schlechter Hygiene

Die Chance, in Sambia sehr alt zu werden, ist gering. Die Lebenserwartung hier ist so niedrig wie in kaum einem anderen Land, laut Prognosen bei gerade mal um die 50 Jahre. Das liegt unter anderem an den mangelnden hygienischen Zuständen, einer unzureichenden Infrastruktur und dem Mangel an medizinischem Material und Personal sowie medizinischer Ausbildung. Die wenigsten Häuser haben Zugang zu fließendem, sauberem Wasser, ärmere Familien haben keine Toiletten, die Abwässer fließen einfach über die Straße, auf der die Kinder spielen. 

Schlechte Hygiene führt dazu, dass die Kindersterblichkeit in Sambia sehr hoch ist. Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate: Über 1 Million Menschen sind erkrankt – davon viele Kinder.

Deshalb ist die Kindersterblichkeit in Sambia sehr hoch. Manche Kinder werden durch Krankheiten so stark geschädigt, dass sie ihr ganzes Leben darunter leiden müssen. Weit verbreitet ist der HI-Virus. Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate: Über 1 Million Menschen sind erkrankt – davon viele Kinder. Auch wenn es viele Programme zur Aufklärung von HIV gibt, können sich nicht alle Familien die lebenswichtige Medizin und Verhütungsmittel leisten.

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Schuluniformen, lange Wege und schlechte Schulen

Obwohl die Schule in Sambia nichts kostet, besucht nur eines von fünf Kindern den Unterricht. Oft ist es ein Privileg, in die Schule zu gehen. Staatliche Schulen sind auf dem Land viele Kilometer weit entfernt, und da sich viele Familien nicht leisten können, die Busfahrt zu bezahlen, müssen die Kinder zum Teil weite, unsichere Strecken zu Fuß gehen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Familien die Kosten für einen Schulbesuch mit Lernmaterialien und Uniformen nicht bezahlen können.   

Viele Schulgebäude sind in einem schlechten Zustand, sie sind baufällig, überfüllt und unsicher und es sind nicht immer Toiletten und fließendes Wasser vorhanden. Das ist grundsätzlich ein Problem, vor allem für Mädchen, die auf ein besonders hygienisches und sicheres Umfeld angewiesen sind. Als Lösungsansatz hat die sambische Regierung Radioschulen eingerichtet – eine Stunde am Tag wird Unterricht im Lesen, Schreiben, Rechnen und relevantem Wissen über die Landwirtschaft im Radio übertragen und von einem ehrenamtlichen Hilfslehrer vermittelt. Das entlastet arme Familien, die sich eine Schuluniform nicht leisten könnten. 

Das verändert eine Patenschaft

Durch eine Patenschaft hilft Hoffnungsträger, den Kindern und Familien von Gefangenen, den Herausforderungen des Alltags zu begegnen. Eine Patenschaft ist wie ein Rucksack: in den lebenswichtigen Bereichen Bildung, Essen und Medizin werden die Kinder mit dem Wichtigsten ausgestattet. Auch in der sozialen Fürsorge leistet die Patenschaft einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation des Kindes.

Gefängnisbesuch in Sambia mit Vorstand Marcus Witzke
Mitarbeiter von Hoffnungsträger sind regelmäßig in Sambia und besuchen auch die Gefangenen.
Übergabe Essenspakete in Sambia
Im Patenprogramm bekommen die Familien regelmäßig Pakete mit den wichtigsten Lebensmitteln.
Familienbesuch in Sambia, November 2018
Allein die Gewissheit, gesehen zu werden und dass da jemand ist, der sich interessiert, hilft.
Regelmäßige Besuche von Sozialarbeitern macht die Familien stark.

Sozialarbeiter begleiten das Kind und die Familie vor Ort durch regelmäßige Besuche. So wird sichergestellt, dass die Hilfe wirklich dort ankommt, wo sich gebraucht wird sowie dass das Kind sicher untergebracht und versorgt wird und den Schulunterricht besucht. Mängel und Auffälligkeiten können so rechtzeitig ausfindig gemacht und behoben werden. Dadurch dürfen Kinder nicht nur Kind sein, sondern können auch Vertrauen schöpfen in eine bessere Zukunft.

Quellen: Prison Fellowship Zambia, UN, Worldfactbook, World Food Programme, Kindernothilfe

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SAMBIA - TRAG HOFFNUNG!

Hilf durch eine Patenschaft, Kinder von Gefangenen stark zu machen – mit einem Rucksack voller Dinge, die sie fürs Leben brauchen: Bildung, Essen, Medizin und Fürsorge. Mach mit – werde Pate für ein Kind in Sambia. Wähle dazu im Formular "Sambia" aus.

So hilfst du als Pate

So hilft deine
Paten
schaft:

Deine Patenschaft stellt sicher, dass dein Patenkind ausreichend zu essen und medizinische Versorgung erhält.

Deine Patenschaft sorgt für ein sicheres Umfeld, das dein Patenkind schützt und wahrnimmt.

Durch deine Hilfe erhält dein Patenkind einen Schulplatz. So ermöglichst du ihm Bildung und die Entfaltung seiner Potentiale für eine bessere Zukunft.

Hoffnungsträger Patenkind ist verlässlich für die Kinder da und findet sie super. Wird das Elternteil aus der Haft entlassen, bleiben wir weiter dran.

Durch deine Unterstützung lässt du ein Kind wissen: Ich sehe dich! Ich bin für dich da! Gleichzeitig wird dein Patenkind zum Hoffnungsträger für viele, die miterleben: Hoffnung verändert Leben.

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