Integration schafft Zusammenhalt - Hoffnungsträger

Hoffnungshäuser werden beim Integrationspreis ausgezeichnet

„Integration schafft Zusammenhalt!“ – das ist das Motto des erstmals verliehenen Integrationspreises des Landes Baden-Württemberg. Aus den 400 Bewerbungen wurde die Leonberger Hoffnungsträger Stiftung mit ihrem innovativen Konzept “Hoffnungshaus” ausgezeichnet.

Dass ein Zusammenleben von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte funktioniert ist nicht immer selbstverständlich, sondern beruht auf dem Engagement zahlreicher Menschen und Organisationen. Dieses Engagement will das Land Baden-Württemberg unterstützen, deshalb wurde in diesem Jahr zum ersten Mal der Integrationspreis des Landes in drei Kategorien ausgeschrieben. Die Hoffnungsträger Stiftung erzielt mit ihrem innovativen Konzept „Hoffnungshaus“ den 3. Platz in der Kategorie Zivilgesellschaft. Eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit der letzten Jahre.

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung fand am 21. Mai 2019 in den Wagenhallen in Stuttgart statt, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Preisträger in den Kategorien Zivilgesellschaft, Unternehmen und Verbände und Kommunen kürte.

Gratulationsschreiben Sabine Kurtz

„Wir wollen mit dem Preis das riesige Engagement der Zivilgesellschaft, der Kommunen, der Verwaltungen, der Verbände und auch der Unternehmen im Land würdigen. All diese Initiativen und Projekte tragen wesentlich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei und zeigen, dass Vielfalt ein selbstverständlicher Teil Baden-Württembergs ist.“ - Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Das prämierte Konzept „Hoffnungshaus“ wurde von der 2013 von Tobias Merckle gegründeten Hoffnungsträger Stiftung entwickelt: In den Hoffnungshäusern wohnen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte unter einem Dach. Im übertragenen Sinn kann man sagen, dass Integration hier bereits im Hausflur und in den Wohnungen stattfindet. 

Das Konzept „Hoffnungshaus“

Das Hoffnungshaus-Konzept sieht vor, dass Migranten aller Herkunftsländer, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Teil der Hausgemeinschaft werden können. Durch unterschiedlich große Wohneinheiten finden sowohl Familien in eigenen Wohnungen als auch Einzelpersonen in Wohngemeinschaften ein Zuhause im Hoffnungshaus. Impulsgeber sind die Standortleiter, die als Ansprechpartner präsent sind und mit im Hoffnungshaus wohnen. Neben gemeinschaftsstiftenden Aktivitäten, die von der Hausgemeinschaft organisiert werden, gibt es offene Angebote für Menschen aus der Nachbarschaft und näheren Umgebung.

Zudem ist das Angebot für integratives Wohnen für Geflüchtete und Einheimische eingebettet in ein breites lokales Netzwerk ehrenamtlichen Engagements. Es soll dazu beitragen, dass neu nach Deutschland gekommene Menschen schnell heimisch werden und ein Selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können.

„Der Ansatz ‚Fremde werden Freude’ darf im Hoffnungshaus Realität werden. Das integrative Wohnkonzept überbrückt kulturelle, religiöse und nationale Unterschiede und setzt dabei einen ganzheitlichen Integrationsansatz um“, erläutert Angelika Röhm, Leiterin des Bereichs Hoffnungshäuser und Nationale Programme bei Hoffnungsträger.

Die Architektur der Hoffnungshäuser

Gemeinsam mit dem Architekturbüro andOffice hat Hoffnungsträger eine zukunftsweisende bauliche Lösung für die Hoffnungshäuser gefunden, die bereits mit zahlreichen Preisen gekürt wurde, darunter der Holzbaupreis Baden-Württemberg, der HolzbauPlus-Preis, der German Design Award und der Iconic Design Award.

Die Entstehung und weitere Standorte

Nach dem ersten Pilot-Standort in Leonberg, der 2016 eröffnet wurde, baut Hoffnungsträger das Konzept in Baden-Württemberg weiter aus. Weitere Standorte in Esslingen, Bad Liebenzell, Sinsheim und Schwäbisch-Gmünd sind bereits entstanden oder in der Entstehung. Kommunen wie Straubenhardt, Kraichtal, Nagold und Bönnigheim werden in den nächsten Jahren folgen. Mit zahlreichen weiteren Städten und Gemeinden ist Hoffnungsträger im Gespräch. Stiftungsvorstand Marcus Witzke meint dazu: „Ich kann mir weitere zehn Standorte in Baden-Württemberg vorstellen, der Bedarf nach gelingender Integration verbunden mit einer nachhaltigen Bauweise für bezahlbarem Wohnraum ist enorm in Baden-Württemberg.“

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