Hoffnungshäuser bekommen Baupreise - Hoffnungsträger

Hoffnungshäuser bekommen Baupreise

Neben zahlreichen anderen Baupreisen haben die Hoffnungshäuser von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Zuge der Preisverleihung des HolzbauPlus Wettbewerbes eine „lobende Erwähnung“ bekommen. Hoffnungsträger-Vorstand Marcus Witzke war mit dem Architekturbüro andOffice in Berlin und hat den Preis entgegengenommen.

Es ist einer von vielen Preisen für die modulare Holzbauweise der Hoffnungshäuser, die vom Architekturbüro andOffice extra für Hoffnungsträger entwickelt wurde. Jetzt hat neben zahlreichen Architektur- und Designpreisen auch die Bundesregierung die Hoffnungshäuser mit einer „lobenden Erwähnung“ prämiert. Insgesamt 137 Einrichtungen hatten an dem HolzbauPlus Wettbewerb teilgenommen, dessen Preisverleihung auf der Grünen Woche in Berlin stattfand. Insgesamt gab es acht Preisträger und zehn lobende Erwähnungen, zu denen sich die Hoffnungshäuser zählen. 

„Holz ist gleichzeitig relativ leicht und sehr tragfähig." Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft

Ministerin Julia Klöckner betonte in ihrer Rede die Bedeutung von Holz als Baustoff der Zukunft: „Holz ist gleichzeitig relativ leicht und sehr tragfähig. Die Möglichkeit, viele Bauteile vorzuproduzieren, führt zu kurzen Bauzeiten, was gerade in Zeiten akuten Wohnungsmangels von großer Bedeutung ist. Und gleichzeitig sorgt der Holzbau für eine spannende Ästhetik und neue Kreativität.“ 

Bundesministerin Julia Klöckner lobte bei der Grünen Woche den Werkstoff Holz – © photothek

Eine Aussage, die die Architekten Thorsten Blatter und seine Kollegen Michael Ertel und Heiner Probst, die das Baukonzept der Hoffnungshäuser entwickelt haben, so unterstreichen können. Und ein Erfolg für Hoffnungsträger, die bereits an fünf Standorten Hoffnungshäuser gebaut haben und auch weitere integrative Wohnprojekte planen, in denen Einheimische und Geflüchtete zusammenwohnen: 

Teilhabe bis unters Dach

In Esslingen stehen vier Hoffnungshäuser in der prämierten Holzbauweise. Es ist der Pionierstandort, an dem die modulare Holzbauweise mit geschwungenen Balkonen erstmals im Namen von Hoffnungsträger errichtet wurde, in Element-Modulbauweise und mit Massivholzdecken. Bei der Errichtung des Gebäudes wurden laut Aussage der Architekten rund 250 Tonnen CO2 eingespart im Vergleich zur herkömmlichen Massivbauweise. 

Die geschwungenen Balkone sind das Markenzeichen der Hoffnungshäuser – © andOffice
Auch von unten sind die Balkone ein echter Hingucker – © andOffice

Für das allererste Hoffnungshaus an der Flandernstraße in Esslingen wird Ende Januar 2019 der Preis für beispielhaftes Bauen des Landkreises Esslingen verliehen. Kriterien dieses Preises sind unter anderem „Angemessenheit der Mittel und Materialien“ und „Einfügung und Umgang mit dem städtebaulichen Kontext und der Umwelt“. Da es ein gelungenes Zusammenspiel von Bauherren und Architekten bedarf, steht die Auszeichnung der Hoffnungshauses andOffice und Hoffnungsträger gleichermaßen zu. 

Zahlreiche Preise

Zudem gab es für das Hoffnungshaus in Esslingen, im Rohrackerweg, gleich mehrere Auszeichnungen: Die Jury vom German Design Award 2019 erklärte ihre Auswahl des Hoffnungshauses für den Preis als Nominee mit dem Argument, dass es „ein tolles Baukonzept von sozialer Relevanz“ sei, der Iconic World Award 2018 prämierte das Gebäude wegen der „kurze(n) Realisierungszeiten und präzise(n) Detaillösungen“. 

In Bad Liebenzell wurden als zweiter Standort zwei sich gegenüberstehende Hoffnungshäuser fertiggestellt und im letzten Jahr bezogen. Auch hier wurden nachhaltige Holzwerkstoffe verwendet. Wie schon das Hoffnungshaus Rohrackerweg in Esslingen wurden auch hier die Hoffnungshäuser mit dem Iconic Award und dem German Design Nominee Award ausgezeichnet. 

Hoffnungsträger Vorstand Marcus Wittke und andOffice Architekt Thorsten Blatter bei der Preisverleihung – © photothek

Erst kürzlich (14.01.19) feierte das nächste geplante Hoffnungshaus am Standort Sinsheim Richtfest. Der Bezug der Immobilie ist für den Sommer 2019 geplant. Ebenfalls dieses Jahr soll das bisher größte Bauprojekt von Hoffnungsträger fertiggestellt werden: sechs Gebäude am Standort Schwäbisch Gmünd. Hier entstehen vier Hoffnungshäuser nach klassischer Holz-Modular Bauweise und zwei Massivgebäude für Seniorenwohnen. 

Viele Vorteile durch Holz

Die Argumente für die Holzbauweise liegen auf der Hand, das hat auch Ministerin Klöckner noch einmal hervorgehoben: „Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff, Holzverwendung aus nachhaltiger Forstwirtschaft schützt das Klima und schont endliche Ressourcen.“ Zudem betonte sie, dass wer in einem Gebäude aus Holz lebe, die besondere Atmosphäre und Behaglichkeit zu schätzen wisse. Das können auch die weit über hundert Personen bezeugen, die bereits an den unterschiedlichen Standorten in den Hoffnungshäusern leben. 

"Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff." Julia Klöckner, Bundesministerin für Landwirtschaft

Jedes Hoffnungshaus ist individuell auf die Bedürfnisse des Standortes angepasst und fügt sich organisch durch die geschwungenen Balkone in die Umgebung ein. Neben der äußeren Wirkung der Gebäude ist es aber von allem das Innenleben und die aktive Hausgemeinschaft, welche die Hoffnungshäuser zu einem Ort der Begegnung werden lassen. 

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