Lob für das Hoffnungshaus Leonberg - Hoffnungsträger

Viel Lob für das Modell Hoffnungshaus

Viel Lob für
das Leonberger
Hoffnungshaus

Frau Kurtz im Hoffnungshaus Leonberg
Sabine Kurtz (links) im Gespräch mit einer jungen Frau, die im Hoffnungshaus wohnt. – © Jeroma
Team und Frau Kurtz im Hoffnungshaus
Stifter Tobias Merckle zeigt Sabine Kurtz das 3D-Modell eines anderen Hoffnungshauses. Mit im Bild Dorothee Pfrommer (links) und Angela Röhm. – © Jeroma

„Es ist toll, mit wie viel sozialem Engagement und Mitmenschlichkeit die Hoffnungsträger Stiftung ihre spannenden Projekte umsetzt“, lobte die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz bei ihrem Besuch im Hoffnungshaus in Leonberg. Sie hatte sich über das besondere Modell der Hoffnungsträger zur Integration von Geflüchteten informiert. Bei einem Rundgang durch das Haus machte sie sich ein Bild von den Räumen und Angeboten. Außerdem besuchte sie eine junge Frau aus Syrien in ihrer Wohnung und sprach mit Teilnehmern eines Sprachkurses.

Im Hoffnungshaus Leonberg leben derzeit 36 Menschen unterschiedlicher Herkunft unter einem Dach und teilen ihren Alltag miteinander. Darüber hinaus unterstützen die Hoffnungsträger die neu nach Leonberg gekommenen Nachbarn dabei, sich ein eigenständiges Leben aufzubauen.

Stiftungsgründer Tobias Merckle gab der Abgeordneten zunächst einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsfelder der Hoffnungsträger. „Wir wollen nicht nur selbst in Projekte investieren, sondern auch andere dazu einladen, sich zu beteiligen und selbst zu Hoffnungsträgern zu werden“, sagte er. Dorothee Pfrommer, Leiterin des Bereichs Flüchtlinge, und Angelika Röhm, Leiterin des Hoffnungshauses Leonberg, erläuterten dem Gast, vor welchen konkreten Herausforderungen man derzeit bei den Integrationsbemühungen stehe. Nachdem es gelungen sei, eine gute Wohnlösung zu finden, liege das Augenmerk nun verstärkt auf der Arbeitsmarktintegration.

„Es ist unser Ziel, den Bewohnern beim Einstieg in den Arbeitsmarkt behilflich zu sein. Erste Kontakte und Kooperationen mit lokalen Wirtschaftsunternehmen bestehen bereits“, sagte Dorothee Pfrommer. Allerdings gebe es mitunter bürokratische Hürden, die einer Vermittlung in eine Stelle im Wege stünden. „Wir hoffen, dass sich dabei ähnlich pragmatische Lösungen finden lassen, wie dies in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Böblingen und der Stadt Leonberg bei der Unterbringung der Geflüchteten der Fall war“, so die Bereichsleiterin weiter.

Mit dem Modell der Hoffnungshäuser engagiere sich die Stiftung auf besondere Weise für das Miteinander von Geflüchteten und Einheimischen, nicht nur in Leonberg, meinte Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz. „Es ist schön zu sehen, wie gut so ein nachbarschaftliches Zusammenleben zwischen den Kulturen funktioniert. Jeder kann vom anderen lernen. Nachhaltige Integration gelingt damit auf ganz natürliche Weise“, betonte sie während der Besichtigung des Hoffnungshauses.

Das Hoffnungsträger-Projekt „Gemeinsam“ beweise außerdem, dass das Förderprogramm „Willkommen in Baden-Württemberg! Engagiert für Flüchtlinge und Asylsuchende“ der Baden-Württemberg-Stiftung auf fruchtbaren Boden fällt. Die Abgeordnete nutzte die Gelegenheit und schaute bei einem der an diesem Tag stattfindenden kostenfreien Sprachkurse vorbei, die im Rahmen des Projektes „Gemeinsam“ angeboten werden. Die Teilnehmer freuten sich über das Interesse und stellten sich dem Gast persönlich vor. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine so wichtige gesellschaftliche Aufgabe gesehen und dann auch selbst angeboten wird“, meinte Sabine Kurtz.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Landtagsabgeordnete von der umfangreichen Vernetzungsarbeit und den vielfältigen Kompetenzen im asylrechtlichen Bereich, die sich die Mitarbeiter aneignen müssen. Daran erkenne man, wie viel Überzeugung und Herzblut in die Arbeit gesteckt wird. Auch der große finanzielle Einsatz sei bemerkenswert.

Axel Jeroma