Nehala-Story Indien - Hoffnungsträger

Nehala wird zur Hoffnungsträgerin

Nehala wird
Hoffnungs
trägerin

Nehela Story

Der zehnjährigen Nehala sieht man ihre Verletzlichkeit auf den ersten Blick nicht an. Kerzengerade steht sie da und wirkt dabei selbstsicher und würdevoll. In ihrem Innern sieht es jedoch ganz anders aus. Das hat viel damit zu tun, dass sie mit einem Stigma behaftet ist. „Kind eines Strafgefangenen“ steht unsichtbar auf ihrer Stirn geschrieben.

Jeder in ihrer Familie und ihrem näheren Umfeld weiß, dass ihr Vater zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden ist – und die unschuldige Nehala gleich mit. Ihr Vater war in einen Zusammenstoß von militanten Moslems und Hindus verwickelt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen.

Viele Verwandte und Freunde wollten nichts mehr mit dem Mädchen und ihrer Mutter zu tun haben, als sie von der Tat des Vaters erfuhren. Die Ablehnung traf beide hart. Denn mit nur einem Elternteil in Indien zu überleben, ist ein harter Kampf. Meist können sich die Betroffenen ihre Unterkunft nicht mehr leisten. Sie müssen ihr Zuhause verlassen. Die Kinder werden aus der Schule genommen, um zu arbeiten oder weil auch dafür schlicht das Geld nicht mehr reicht.

Nehela erging es ebenso. Sie ging schon einige Monate nicht mehr die Schule. Dann erfuhr PF Indien, die Partnerorganisation der Hoffnungsträger, von ihrem Schicksal. Die Zehnjährige wurde ins Patenprogramm aufgenommen. Seitdem kümmert sich Fieldworker Wahab ums sie. Er besucht sie regelmäßig und stellt sicher, dass sie in einem sicheren Umfeld lebt, genug zu essen hat, anständig gekleidet ist und den Unterricht besucht. Außerdem vermittelte er ihr den Kontakt zu einer christlichen Kirche. Dort trifft sie Kinder, die sie nicht ablehnen und Menschen, die dafür sorgen, dass ihr Herz wieder heil wird.

Als Nehala wieder in die Schule ging, hörte sie davon, dass einer ihrer Freunde in einer winzigen Hütte lebte. Zusammen mit ihrem Lehrer besuchte sie ihn. Als sie gesehen hatte, in welch ärmlichen Verhältnissen er lebte, wollte sie ihm unbedingt helfen. Wieder daheim ging sie in ihrem Wohnviertel von Tür zu Tür und sammelte Geld für ihren Schulfreund. Am Schluss gab sie es seiner Familie, damit sie davon Baumaterial kauft, um die Hütte zu renovieren und zu vergrößern.

„Mir haben schließlich auch Menschen geholfen. Da wollte ich, dass es ihm genauso geht“, sagte Nehala. Durch das Patenprogramm hat sie nicht nur selbst Hoffnung auf eine gute Zukunft bekommen, sondern sie zugleich weitergegeben. Genau das ist das Herzensanliegen der Hoffnungsträger.

In Indien gibt es noch viele Kinder, die auf einen Paten warten. Schenke auch du diese Hoffnung, die das Leben eines Kindes wie Nahala positiv verändert hat.

Axel Jeroma

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