Marcus zu Indien-Start - Hoffnungsträger

Hoffnungsträger Patenkind Indien startet

3 Fragen -
3 Antworten:
Marcus Witzke

Screenshot Marcus
© Axel Jeroma

Vorstand Marcus Witzke zum Start von Hoffnungsträger Patenkind in Indien

Was gab den Ausschlag, nun auch Kinder in Indien zu unterstützen?

Die Not dort ist besonders groß. Indien ist in weiten Teilen immer noch ein armes, unterentwickeltes Land mit einer hohen Kriminalitätsrate. Im Land gibt es rund 1300 Gefängnisse, von denen viele überfüllt sind. Die Kinder von Gefangenen leiden sehr unter ihrer Situation. Sie fühlen sich wertlos, schutzlos, sind häufig unterernährt und haben keinen Zugang zu Bildung. Dagegen müssen wir etwas unternehmen.

Gibt es spezielle Herausforderungen in Indien?

Ja, vor allem auf der gesellschaftlichen Ebene. Frauen und Mädchen beispielsweise haben von vornherein ein geringeres soziales Ansehen. Umso schlimmer, wenn der Mann oder Vater ein verurteilter Straftäter ist. Die Mädchen haben unter diesen Voraussetzungen praktisch keine Chance, später einen Ehepartner zu finden. Der einzige Ausweg ist der Zugang zu Bildung. Damit haben sie die Möglichkeit, später einen Beruf zu ergreifen, der ihnen ein eigenes Einkommen sichert. Dadurch wiederum erhöhen sich ihr Status in der Gesellschaft und die Chancen, doch noch einen Ehemann zu finden.

Wann fällt der Startschuss für Hoffnungsträger Patenkind in Indien?

Wir werden zu Ostern offiziell starten. Mit Prison Fellowship Indien haben wir einen erfahrenen und hervorragend vernetzten Partner vor Ort. Wegen der enormen Größe des Landes beschränken wir uns erst einmal auf fünf Bundesstaaten. Aber auch so gibt es genug zu tun. Über 1000 Kinder warten auf einen Paten. Sie sehnen sich nach Menschen, die sie nicht nur finanziell unterstützt, sondern sich auch für ihr Leben interessiert. Genau das ist das Herzensanliegen von Hoffnungsträger Patenkind.

Das Interview führte Axel Jeroma