Neue Wege bei der Integration - Hoffnungsträger

Innovatives Projekt für Schwäbisch Gmünd

Innovatives Projekt für Schwäbisch Gmünd

21.01.2016

Die Hoffnungsträger Stiftung hat für ihren innovativen Ansatz bei der Integration von Flüchtlingen inzwischen bundesweit Beachtung gefunden. Neben dem integrativen Wohnen von Einheimischen und Flüchtlingen sieht das Konzept, abhängig vom Standort, Angebote für Sprachbildung, Ausbildung und Beschäftigung vor. Diese in einem Projekt vereinten Bausteine tragen dazu bei, dass die neu nach Deutschland gekommenen Menschen schnell heimisch werden und ein eigenständiges Leben führen können. Eingebettet werden die Aktivitäten in ein breites lokales Netzwerk ehrenamtlichen Engagements.

Ein ähnliches Angebot plant die Hoffnungsträger Stiftung auch in Schwäbisch Gmünd. „Gerne wollen wir mit der Stadt zusammen neue Wege bei der Integration von Flüchtlingen gehen, weil die Aktivitäten des Gmünder Weges sehr gut zu unserem Konzept passen“, sagt Stiftungsvorstand Marcus Witzke. Als Standort hat die Hoffnungsträger Stiftung das ehemalige Internat der Pallotiner, St. Bernhard, ins Auge gefasst. Die Verhandlungen über den Kauf des Objekts sind laut Marcus Witzke weit gediehen. Ebenso die konzeptionellen Überlegungen.

„Unser integratives Projekt hat überhaupt nichts gemein mit Massenunterkünften für Flüchtlinge, wie sie derzeit in vielen Kommunen im Land entstehen“, betont Stiftungsvorstand Marcus Witzke und reagiert damit auch auf besorgte Stimmen aus der Nachbarschaft im Taubental. Geplant ist Wohnraum für maximal 150 Personen, davon etwa 50 Flüchtlinge. „Einen Teil der Wohnungen vermieten wir an Studierende oder junge Familien. Gruppen also, die auf dem freien Markt oft Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden“, so der Stiftungsvorstand. Von einem Ghetto oder sozialen Brennpunkt könne deshalb keine Rede sein, betont Marcus Witzke. Keinesfalls wird an diesem Standort eine Reha-Einrichtung oder Werkstatt für ehemalige Strafgefangene oder Drogenabhängige geschaffen, wie es gerüchteweise verlautet. Darüber hinaus soll noch ein Youth Hostel entstehen, für das es nach Aussagen der Stadtverwaltung großen Bedarf gibt.

Auf dem Gelände des ehemaligen Internats sollen neue, ansprechende Wohnungen entstehen, die das Grundstück und sein Umfeld auf- und nicht abwerten. Neu bauen würde die Stiftung auf jeden Fall. Die bestehenden Gebäude sind leider so stark mit Schadstoffen kontaminiert, dass es zu einem Abriss und Neubau keine wirtschaftliche Alternative gibt.

„Unser großes Anliegen als Stiftung ist es, Menschen die Chance auf eine gute Zukunft geben. Wir stiften Hoffnung. Und wir glauben, dass eine Stadt wie Schwäbisch Gmünd mit seinem guten Umfeld der ideale Standort ist, um bei der Integration neue Wege zu gehen und davon zu profitieren.“

Die Hoffnungsträger Stiftung gibt gerne weitere Auskünfte zum integrativen Projekt in Schwäbisch Gmünd. Wer Fragen hat, kann sich per Mail unter dem Betreff „Schwäbisch Gmünd“ aninfo@hoffnungstraeger.de wenden.

Axel Jeroma