Hoffnungsorte finden breite Zustimmung - Hoffnungsträger




 

Ministerin lobt Konzept des Hoffnungshaus

Ministerin
lobt Konzept
des Hoffnungshaus

Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney stellt integratives Wohnen als Besonderheit heraus

05.03.2015
Die Pläne der Hoffnungsträger Stiftung, für Flüchtlinge in Baden-Württemberg sogenannte Hoffnungsorte zu schaffen, stößt auf breites Interesse und Zustimmung aus der Landes- und Kommunalpolitik. Bei einem Termin im Rathaus in Asperg, an dem auch die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney teilnahm, präsentierten Stiftungsvorstand Marcus Witzke und Projektleiter Rudi Yacoub das Vorhaben.

Das dahinter stehende Konzept sieht vor, dass Flüchtlinge und Einheimische an diesen Hoffnungsorten in einem integrativen Wohnprojekt miteinander leben. Außerdem erhalten die Flüchtlinge dort verschiedene Angebote, die ihnen die Integration erleichtern und sie befähigen sollen, ein eigenständiges Leben zu führen. So sind in dieses Projekt verschiedene Initiativen wie Sprachbildung, Ausbildung, Beschäftigung und Arbeit, Sozial- und Jugendarbeit sowie ehrenamtliches Engagement eingegliedert. Realisiert werden soll es zunächst an drei Standorten: Leonberg, Schwäbisch Gmünd sowie Asperg oder Ludwigsburg. Im Moment kauft die Hoffnungsträger Stiftung gebrauchte Immobilien in Leonberg und Schwäbisch Gmünd, in denen sich das Konzept umsetzen lässt. „Wir möchten mit den Hoffnungsorten Pilotprojekte verwirklichen, die sowohl Flüchtlingen als auch Einheimischen zugutekommen. Ziel ist es, dass sich dafür weitere Multiplikatoren finden“, betonte Stiftungsvorstand Marcus Witzke.

Integrationsministerin Bilkay Öney verwies auf die großen Herausforderungen, die durch die hohen Flüchtlingszahlen auf Baden-Württemberg zugekommen seien. „Unsere Aufgabe ist es, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Unsere Partner sind dabei die Kommunen, Kirchen, Ehrenamtliche und Organisationen, die sich mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigen“, sagte sie. Als besonders interessant an dem Projekt Hoffnungsorte bezeichnete die Ministerin den integrativen Ansatz, dass Flüchtlinge mit Menschen aus der Mehrheitsgesellschaft miteinander wohnen und leben.

Claus Schmiedel, Landtagsabgeordneter aus Ludwigsburg, lobte die Initiative der HOFFNUNGSTRÄGER Stiftung. Nach seinen Worten sind zwei wesentliche Aspekte der Integration von Flüchtlingen darin verwirklicht: das Zusammenleben mit Einheimischen und die Einbeziehung von Ehrenamtlichen.

Der Landrat des Kreises Ludwigsburg, Dr. Rainer Haas, signalisierte ebenfalls Unterstützung für das Projekt Hoffnungsorte: „Wir werden das Vorhaben positiv begleiten und würden uns freuen, wenn es an einem Standort im Landkreis Ludwigsburg realisiert werden könnte.“ Ähnlich äußerte sich der Erste Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Konrad Seigfried. Er bezeichnete das Projekt als ein Ideal im Bereich der Integration, da alles unter einem Dach stattfinde – vom Wohnen über die Betreuung bis hin zur Einbeziehung des Ehrenamtes. Und auch der Asperger Bürgermeister Ulrich Storer machte deutlich, dass er hinter dem Projekt steht. „Große Aufgaben kann man packen, wenn wir sie gemeinsam tun“, sagte er.