Guerilleros sanieren Schulgebäude - Hoffnungsträger

Guerilleros sanieren Schule

GUERILLEROS
SANIEREN
SCHULE

 

Projekte zur Wiedergutmachung in Kolumbien

Projekte zur Wiedergutmachung in Kolumbien

23.04.2015

Zur Versöhnung zwischen Opfern und Tätern des Bürgerkrieges in Kolumbien beizutragen ist ein großes Anliegen der HOFFNUNGSTRÄGER Stiftung. Aus diesem Grund fördert die Stiftung in Zusammenarbeit mit Prison Fellowship (PF) Kolumbien mehrere Projekte, die sich diesem Ziel widmen. Vor kurzem begann in der Stadt Cocorná ein besonderes Projekt. Dort wird mit Beteiligung von ehemaligen Guerilleros ein Schulgebäude saniert. „Das Ganze soll ein sichtbares Zeichen von Wiedergutmachung darstellen“, erläutert Verena Kox, Bereichsleiterin Täter und Opfer bei der HOFFNUNGSTRÄGER Stiftung. In Cocorná und Umgebung war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und der Rebellenorganisation FARC gekommen. Darunter litten nicht zuletzt die Bewohner der Stadt und der Umgebung. Es gab zahlreiche Tote unter den Zivilisten und viel Zerstörung an Gebäuden.

Inzwischen haben einige FARC-Rebellen die Waffen freiwillig niedergelegt oder ihre Haftstrafen verbüßt. Damit sie wieder in ihrer Heimat Fuß fassen können, gibt es solche Projekte wie die Schulsanierung. Sie sollen dazu beitragen, dass sich Opfer und Täter gemeinsam auf den Weg zu Vergebung und Versöhnung machen können.

Der Bürgerkrieg in Kolumbien begann 1964 und dauert bis heute an. Zwar laufen in der kubanischen Hauptstadt Havanna seit geraumer Zeit Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen. Trotzdem kommt es weiter zu Kämpfen im Land.