Fußballfan Moses will Arzt werden - Hoffnungsträger

Fußballfan Moses will Arzt werden

Fussballfan
Moses will
Arzt werden

Als unser Hoffnungsträger-Team den zehnjährigen Moses vor kurzem in Ndola (Sambia) besucht, geht es seiner Mutter sehr schlecht. Erschöpft sitzt sie auf dem Boden des kleinen Hauses. Sie hat eine akute Malaria. Erschwerend kommt hinzu, dass sie HIV-positiv ist. Dennoch freut sie sich über die Gäste.

Die Frau kümmert sich so gut es geht um Moses und seine sechs Geschwister. Sie verdient ein wenig Geld mit dem Nähen von Kleidung. Das bunte Hemd, das Moses an diesem Tag trägt, hat sie selbst gemacht. Aber die Einnahmen reichen nicht zum Leben. Mehr als dieses karge Einkommen hat die Familie jedoch nicht. Denn der Vater von Moses sitzt seit einem Jahr im Gefängnis. Neun weitere hat er noch vor sich. Doch es gibt Hoffnung.

Moses hat seit fünf Monaten einen Paten, der ihn über die Hoffnungsträger jeden Monat mit 30 Euro unterstützt. Damit ist der Schulbesuch des Jungen sichergestellt. Darüber hinaus kommen in regelmäßigen Abständen Sozialarbeiter vorbei, bringen Lebensmittelpakete mit und sehen nach, ob die Familie weitere Unterstützung braucht. Sollte Moses krank werden, ist auch die medizinische Versorgung über die Patenschaft abgedeckt.

Trotz der schwierigen Umstände huscht Moses ein Lächeln übers Gesicht, als das Thema Fußball zur Sprache kommt. Wie viele der Jungs in seinem Alter in Ndola ist er ein Fan der berühmten englischen Klubs. Spiele der Premier League werden regelmäßig im sambischen Fernsehen übertragen. Dennoch möchte er später nicht in die Fußstapfen der millionenschweren Kicker auf der Insel treten. „Ich würde viel lieber Arzt werden“, verrät er und schaut zu seiner Mutter. Ihre Blicke treffen sich. Die Frau ist stolz auf ihren Sohn und hofft, dass sein großer Wunsch eines Tages in Erfüllung gehen wird.

In Sambia gibt es rund 61.000 Kinder, deren Väter oder Mütter im Gefängnis sitzen. Sie sind stigmatisiert und in der großen Gefahr, später selbst auf die schiefe Bahn zu geraten. Deshalb gibt es für sie das Patenkind-Programm der Hoffnungsträger. Alle Paten tragen Hoffnung zu den Kindern von Gefangenen in Sambia.

Trag mit!