Felicias große Hoffnung - Hoffnungsträger

Felicias große Hoffnung

Felicias
grosse
Hoffnung

Ob die neunjährige Felicia aus Ndola (Sambia) ihren Vater jemals wiedersieht, steht in den Sternen. Ein Gericht verurteilte ihn nach einem schweren Verbrechen zum Tode. Inzwischen haben die Behörden das Urteil in eine 30-jährige Haftstrafe umgewandelt. 25 Jahre muss der Mann noch absitzen – in einem Hochsicherheitsgefängnis, vier Stunden Fahrzeit von seiner Familie entfernt. Aber er möchte sowieso nicht, dass ihn seine Kinder besuchen kommen und ihn in Gefangenenkleidung und hinter Gittern sehen. Seiner Tochter Felicia tut es besonders weh, dass sie nicht zu ihm darf. Sie versteht nicht, was passiert ist und hat ihren Vater nach wie vor lieb.

Vor der Verurteilung ihres Vaters ging der Familie gut. Sie gehörte sogar zur Mittelschicht in Sambia. Felicias Vater betrieb einen Handel mit Autoteilen, mit dem sich gutes Geld verdienen ließ. Davon ist nichts mehr übrig. Der Prozess zog sich über vier Jahre hin. Die Anwalts- und Gerichtskosten fraßen die gesamten Ersparnisse auf. Heute lebt Felicia mir ihrer Schwester Faith und ihrer 36-jährigen Mutter im Haus eines Onkels. Die Mutter würde gerne einen kleinen Schuhladen eröffnen, um damit die Familie mit den Einnahmen zumindest einigermaßen über die Runden zu bringen. Verzweifelt sucht sie derzeit jemand, der ihr mit einem Mikrokredit unter die Arme greift.

Durch die Hilfe von Paten können Felicia und ihre Schwester Faith zur Schule gehen. Außerdem kommen regelmäßig Sozialarbeiter bei ihnen vorbei, bringen Tüten mit elementaren Lebensmitteln wie Mehl oder Speiseöl mit und schauen, wie es den Kindern und ihrer Mutter geht. Beim Besuch unseres Hoffnungsträger-Teams vor einigen Wochen legte Felicia ihre anfängliche Scheu vor den unbekannten Gästen rasch ab. Stolz zeigte sie unserem Vorstand Marcus Witzke ihre Schulhefte. „Ich möchte später Lehrerin werden“, verriet sie ihm bei dieser Gelegenheit.

Die Patenschaft hat bei Felicia neue Hoffnung auf eine gute Zukunft bewirkt. Allein in Sambia warten noch über 61.000 Kinder darauf, dass sie durch die Hilfe einer Patin oder eines Paten zur Schule gehen können, regelmäßig zu essen bekommen, medizinisch versorgt und von Sozialarbeitern vor Ort unterstützt werden.

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