Hoffnungsträger Patenkind in Indien - Hoffnungsträger

Patin bereichert Biminas kurzes Leben

Patin
bereichert
Biminas
kurzes Leben

Bimina Patenkind Indien

Bei ihrem Einsatz für die Hoffnungsträger Patenkinder sind die Fieldworker manchmal mit harten Schicksalen konfrontiert. Besonders tragisch ist der Fall der 13-jährigen Bimina aus Kannur im indischen Bundesstaat Kerala. Als ihre Mutter dieser Tage von der Arbeit nach Hause kam, fand sie ihre Tochter bewusstlos in der Wohnung liegen. Obwohl sie sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, konnten ihr die Ärzte nicht mehr helfen. Bimina starb, ohne noch einmal das Bewusstsein erlangt zu haben.

In diesen schweren Stunden musste Biminas Mutter nicht allein sein. Die Fieldworker waren bei ihr und trauerten mit ihr um das liebenswerte und fröhliche Mädchen. In der Schule war Bimina äußerst beliebt. In der Klasse hatte sie viele Freundinnen. Darüber hinaus war sie eine hochbegabte Schülerin, die auch an vielen Projekten außerhalb des Unterrichts teilnahm.

Bimina hatte kein einfaches Leben. Ihr Vater war ein schwerer Trinker, was der Familie sehr zusetzte. Am Ende landete er lebenslänglich hinter Gittern, nachdem er im Streit einen Mann getötet hatte. Doch in der größten Not kam eine Patin zu Hilfe. Sie sorgte mit ihrer monatlichen Unterstützung dafür, dass die Teenagerin weiter zur Schule gehen konnte und auch sonst gut versorgt wurde.

Als Bimina vor kurzem über Kopfschmerzen klagte, ging ein Fieldworker sofort mit ihr zum Arzt in ein nahe gelegenes Hospital. Die Ärzte stellten jedoch keine ernste Erkrankung fest. Umso tragischer, dass sie kurze Zeit später gestorben ist.

Längere Zeit vor ihrem Tod hatte Bimina ihrer Patin ein Gedicht geschrieben, mit dem sie sich für ihre Unterstützung bedankte. Auch sie war traurig, als sie vom Tod ihres Patenkindes erfuhr. Das Gedicht bekommt nun bei der Frau einen besonderen Platz, in der Gewissheit, dass sie Birminas kurzes Leben ein Stück lebenswerter gemacht hat.

Axel Jeroma